Simbabwe 2010

27.08.2010

-– Tag 20 --

Unser letzter Tag ging früh los und es stand mal wieder packen auf dem Programm. Dieses Mal jedoch mit dem Wissen, dass wir wieder nach Deutschland zurück müssen. Wir haben noch ein letztes Mal ein leckeres Frühstück mit selbstgemachten Muffins genossen, ehe wir die letzten Abschiedsgeschenke an Wellington und seine Familie übergeben haben. Die Verabschiedung war nicht einfach für uns und auf der Fahrt zum Flughafen kam schon eine sentimentale Stimmung auf. Jeder versuchte ein letztes Mal soviele Eindrücke wie möglich aufzusaugen und unbekannte Stille kehrte ein. Letztlich ist zu sagen, dass wir alle ein viel zu kurze Zeit in einem wunderbaren Land mit wunderbaren Menschen verbracht haben. Wir sind uns sicher, dass über kurz oder lang ein Wiedersehen mit diesem Land und diesen Leuten stattfinden wird. Jetzt steht uns jedoch erst einmal ein langer Flug nach Äthiopien, sowie eine Nacht in Addis Ababa bevor, bei dem wir die Gelegenheit haben werden unsere Eindrücke und das Erlebte sacken zu lassen. The End!

26.8.2010

-- Tag 19 --

Nach unserer letzten Nacht in Kwekwe packten wir in der Frühe noch die restlichen Sachen in die Rucksäcke und verabschiedeten uns von Gogo mit einem gemeinsamen Gebet. Bereit für die Fahrt zurück in die Hauptstadt, wurden zum Frühstück noch einmal bei „Ripperz“ Chicken-Pies, Cookies und Süßigkeiten geschlemmt. Satt und wunschlos glücklich ging es dann mit dem Pick-Up bzw. öffentlichen Bus Richtung Harare. Im Vergleich zu den Pick-Up-Reisenden war es für die Gruppe um Holger, Laura, Benni, Vicky und den beiden Lisas im Bus natürlich eine beengte Fahrt, dennoch sind sie wohlbehalten angekommen. Um 14Uhr hatten wir dann einen Termin in der Deutschen Botschaft, wobei zwei Entsandte ihre Aufgaben uns näher erläuterten. Danach fuhren wir auf den traditionellen Markt „Mbare“, auf dem man alles finden kann, was man zum Leben braucht, von Streichhölzern über Schmuck bis zu Stoffen und gegrillten Mäusen (das ist kein Witz!!!). Wir kauften die letzten Mitbringsel für alle Zuhause-Gebliebenen und genossen das laute, uns nicht mehr fremde Menschengetümmel. Unseren letzten Abend zelebrierten wir am Grill mit Welly´s Familie und tauschten uns über die drei verlebten Afrikawochen aus. Wir sitzen nun das letzte Mal alle zusammen, tauschen Fotos, Musik und Erinnerung aus und keiner kann sich vorstellen diese Welt wieder zu verlassen und in zwei Tagen in Leipzig zu stehen. Mal sehen was heute Abend noch passiert...es kann ein letzter langer Abend werden, immerhin sind wir uns einig, dass wir für den Flug müde sein sollten und es gibt ja auch noch einiges zu besprechen... :)

25.08.2010

-– Tag 18 --

Rückfahrt von den Victoria Falls nach Kwekwe. Gleiches Spiel wie bei der Hinfahrt... auf engsten Raum mit noch mehr Gepäck, aufgrund des Ein oder Anderen Souvenirs, die dazu gekommen sind. Doch mit einigen Spielen verging die Zeit doch recht schnell und alle freuten sich am Abend wieder auf Gogo Welly zu treffen, die zur Freude der meisten Teilnehmer ein letztes Mal Sadza und Rape kochte. Danach dauerte es nicht lange, bis sich alle wieder in ihr Schlafquartier begaben. Es war ein langer Tag.

24.08.2010

-– Tag 17 --

Nach den ersten Abenteuern an den Victoria Fällen, stand heute ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. In aller Frühe fuhren wir mit dem gewohnten Fortbewegungsmittel Richtung Botswana. Nachdem wir uns allerlei Stempel an der Grenze abgeholt hatten, verwandelte sich unsere Build & Ride Gruppe in richtige Touris. Vor der Safari stärkten wir uns in einer „Lodge“ mit wohltuendem Kaffee und Bananenmuffins. Wir begannen mit einer Bootsafari. Auf dem Chobe-River „schipperten“ wir in einem Schnellboot herum und begegneten den ersten wilden Tieren (Leguane, allerlei Vogelarten, Krokos, Hippos und wie sie alle heißen). Nach einer Notbremsung, um eine über Bord gegangene Socke zu retten, erreichten wir die „Lodge“, in der uns ein üppiges und wohlschmeckendes Buffet erwartete. Es gab Nudel-, Kartoffel-, Reissalat, Gehacktesbällchen, Beef, Salat, Pizza, und KÄSE...alles was das Herz begeht. Dementsprechend dauerte es nicht Lange bis der Nachtisch, Vanilleeis mit „Apfelstrudel“ !!!!! auf dem Tisch stand. Gestärkt und voller Vorfreude fuhren wir mit dem Jeep in den Chobe Nationalpark. Wir mussten uns in zwei Jeeps aufteilen. Sehr zum Leidwesen der zweiten Gruppe erblickte die Erste (angeblich;)) einen Leoparden. Giraffen, Elefanten, Affen und diverse Antilopen waren unsere ständigen Wegbegleiter. Obwohl sich viele Touristen im Park aufhielten und man sich öfter begegnete war die Natur atemberaubend schön. Am Abend besuchten wir Souvenirshops und den einheimischen Kunsthandwerksmarkt. Innerhalb weniger Minuten hatten wir gaaaaaaaanz viele neue Brothers, die uns ihre Waren verkaufen wollten. Mit einem Geleit aus Händlern die uns ca. 300m verfolgten erreichten wir wohlbehalten und um einige Dollar leichter unser Hostel. Der Abend ging gechillt mit dem ein oder anderem Bier zu Ende.

23.08.2010

-– Tag 16 --

Heute stand der Besuch der Victoria Falls auf dem Programm, welches eines der sieben Weltwunder ist. Auf dem Weg dorthin machten wir erste Begegnungen mit Elefanten und Warzenschweinen, die einfach mal lustig über die Bahnschienen stolzierten. In dem Gebiet um die Victoria Falls herum, mussten wir mit einigen großen und kleinen Affen um die Geldbörse von Lisa A. kämpfen, da sie diese zuvor verloren hatte. Doch Dank der Hilfe einer geistesgegenwärtigen anderen Touristen konnten wir den Pavian in die Flucht schlagen und Lisa hatte ihr Geld wieder. Unglücklicherweise verlor Pia aufgrund dieses Vorfalls ihre beiden Äpfel, sowie ihre Wasserflasche. Dennoch können wir behaupten... „Wir haben den Kampf gewonnen, auch wenn uns jetzt noch ein wenig die Knie zittern.“ Nachdem wir alle hunderte Fotos vom beeindruckendem Naturspektakel der Victoria Falls geschossen haben, machten wir uns auf in Richtung Sambische Grenze. Denn da wartete ein adrenalingeladenes Vorhaben auf zwei unserer Teilnehmer. Lisa O. und Benny, ließen sich an einem dicken Seil von der Brücke zwischen Sambia und Zimbabwe in die Tiefe fallen. 111 Meter, auch Bungijumping genannt. Respekt! Nach diesem aufregenden Tag genossen wir den Sonnenuntergang am noblen „Victoria Falls Hotel“. Von dort aus hat man eine wunderbare Sicht auf die gigantischen Fälle und die Bungijumping-Brücke, wir lagen auf der Hotelwiese und ließen den Tag ausklingen.

22.08.2010

-- Tag 15 --

Um 5 Uhr klingelte der Wecker, puuuh. Nach viel schlaftrunkenen rumirren und Katzenwäsche fuhren wir endlich gegen halb sieben los. Abwechselnd durfte immer einer mit vorne auf der Handbremse sitzen. Die restlichen neun Menschen quetschten sich hinten in den Pick-up. Hin und wieder lässt jemand ein genervtes Stöhnen von sich, aber ansonsten sind alle tapfer und beklagen sich nicht über die unbequeme Haltung. Die leckere Auswahl an Keksen versüßen uns diese 8 Stunden lange Fahrt. Menschliche Bedürfnisse werden durch ein klopfen auf die Autoseite angekündigt. Die Klogänge in der Natur sind immer wieder ein Abenteuer mit Begegnungen mit Schlangenhäuten und dramatischen Baobao-Bäumen. Unterwegs erblicken wir viele Ziegen und Kühe aber leider keine exotischen Tiere abgesehen von einer Gruppe Paviane. Als wir endlich in Victoria Falls ankamen waren wir überglücklich unsere Körper strecken zu können. Der komfortable Luxus von Betten mit Matratzen, einem Pool, einer Bar, richtigen Duschen mit warmen Wasser und Toiletten mit Klo Sitzen und funktionierender Spülung war schon fast ein kultureller Schock für einige. Gen Abend wurde es so richtig voll an der Bar mit gewohnter Club Musik und internationalem Klientel und alle genossen ihr wohlverdientes lokales Bier.

21.08.2010

-- Tag 14 --

Heute ging es früh los um gemeinsam mit der Kirchjugend unsere Stadt Kwekwe zu reinigen. So trafen wir uns mit Besen, Handschuhen und Müllbeuteln bewapnet und ca. 40 Mann und Frauen stark in der Innenstadt. Dabei wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt. Die Eindrücke und der Erfolg waren unterschiedlich, manche haben viel Lob bekommen und sind konnten als Team sehr gut zusammenarbeiten, für Andere stellt sich die Arbeit als etwas frustrierend heraus, da die unterschiedlichen Vorstellungen von Sauberkeit und Zusammenarbeit aufeinandertrafen. Dennoch können wir behaupten, dass wir unseren Teil für ein sauberes Kwekwe beigetragen haben und zumindest für ein paar Stunden das Stadtbild verschönert haben. Am Nachmittag trafen wir uns ein zweites Mal mit der Kirchenjugend um Fußball zu spielen. Leider konnte Lisa O., die die Hoffnung unseres Teams war, nicht mitspielen, da sie am letzten Tag in Zhombe in einen sehr großen Dorn getreten ist und Schwierigkeiten beim Auftreten hatte. Trotzdem hat es allen viel Spaß gemacht und auch die weniger begabten Fußballer und Fußballerinnen gaben ihr Bestes. So platzierte sich unser deutsches Team (aufgewertet durch Wellington, sowie drei anderen Freunden) auf Platz zwei hinter den Favoriten der Kirchenjugend, jedoch vor dem Frauen Fußballteam von Mbizo. Unglücklicherweise verzeichneten wir auf unserer Seite den Ein oder Anderen Verletzten bzw. angeschlagenen, jedoch hat sich keiner etwas schwerwiegendes zugezogen. Alles in Allem ein sehr schöner Nachmittag in Kwekwe.

20.08.2010

-- Tag 13 --

Heute war es also soweit... unser Zeit in Zhombe ist vorbei und wir müssen uns endgültig von unseren Freunden verabschieden. Ein letztes Mal haben wir uns alle an der Schule getroffen und konnten unsere Arbeit bei Tageslicht bestaunen. Bevor es jedoch auf direktem Wege zurück nach Kwekwe ging, stand noch ein Hausbesuch in Schulnähe auf dem Programm. Dabei ging es vor allem darum eine Seite Simbabwes kennen zu lernen, wie wir sie so zuvor noch nicht direkt kennen gelernt haben, leider ist sie für die Mehrheit der Leute hier jedoch alltäglich. Wir sind also bepackt mit Geschenken, in Form von Maismehl, Bohnen, Zucker, Seife etc. zum Haus der Familie gelaufen, welches nicht weit von der Schule entfernt ist. Dort angekommen waren die meisten von den Lebensbedingungen und der Situation der Familie geschockt und sehr bewegt. Wir haben eine sehr alte Gogo in einer kleinen Lehmhütte und insgesamt 3 kleinen Kindern angetroffen. In ihrem Haus wo wir alle nur spärlich platz fanden war das Feuer zum heizen und kochen noch am brennen. Gemeinsam mit Pastorin Elisabeth haben wir uns mit Gogo über ihre Situation unterhalten können und sie hat uns erzählt, dass sie die Kinder ihrer Kinder aufzieht. Ihre eigenen Kinder sind an der Immunschwäche Aids gestorben. Die älteste der Kinder, auf welche sie aufpasst, ist im Alter von 14 Jahren weggelaufen. Gogo weiß bis heute nicht wo sie ist oder was sie macht. Nach ca. einer halben Stunden haben wir uns dann wieder verabschiedet, wir beteten für sie und ihre Waisen und haben versucht ihr unseren Respekt zum Ausdruck zu bringen. Der Weg zurück zur Schule war von viel Stille, Traurigkeit und ein wenig Hilflosigkeit geprägt. Diese Situation hat uns wieder ins Erinnerung gerufen, wie gut es uns doch geht. Auch wenn wir jeden Tag Sadza essen, die meiste Zeit auf dem Boden schlafen und das lokale Klo uns vor allem in der Nacht immer noch zu schaffen macht, ist uns klar geworden, dass es viele Menschen hier gibt, die diese „Probleme“ gerne hätten. Nachdem wir uns in der Schule nochmal zusammengesetzt haben um über die Erfahrung zu sprechen, sind wir dann endgültig nach Kwekwe aufgebrochen, wo wir in Gogo Welly's Haus unser Wochenendlager aufschlugen.

19.08.2010

-- Tag 12 --

Schweiß, Dreck und blankliegende Nerven, schaffen wir unser Vorhaben? Nach einem starken Endspurt und Katzenwäsche zu Hause warten zahlreiche Freunde und Bekannte der Schule auf die "Festveranstaltung". Es werden Reden geschwungen, die Gogos tanzen und klatschen in afrikanischen Rhythmen und wir sitzen erschöpft in der ersten Reihe. Währenddessen sausen Tillis und Ollis Pinsel über das noch nicht fertige Schullogo. Bis weit nach Sonnenuntergang wird gegessen (es gab Ziege, frisch und von Holgers Hand geschlachtet!) und gemalt. Das Auto spendet Licht, ebenso wie die vielen Knicklichter aus Deutschland. Als die letzten Gäste den Heimweg antreten, stehen wir voller Spannung bei den Künstlern, sie werden es schaffen und es wird gut, nur das einige es von uns erst am nächsten Tag bestaunen werden. Die Erschöpfung hinterlässt halt Spuren und erste Opfer (der Müdigkeit) sind zu verzeichnen. Das Projekt "Somalala Primary School" ist erfolgreich abgeschlossen! Aus die Maus.

18.08.2010

-- Tag 11 --

Der letzte volle Arbeitstag, es wird reingehauen und geschwitzt. Die Fensterrahmen sind gestrichen, die Räume geputzt, das Logo fast fertig, die ersten Tafeln glänzen im neuen Glanz. Erste Ermüdungserscheinungen kommen auf. Afrikanische und deutsche Arbeitsphilosophie treffen aufeinander, manchmal geht es auch ein wenig unkoordinierter... Unsere Arbeitsmaterialien entfalten ungeahnte Wirkungen, manche singen, andere wanken wild herum. Erste Entzugserscheinungen, einige Stunden später ohne Lack und Terpentin, bleiben zum Glück aus.

17.08.2010

-- Tag 10 --

Langsam kam ein wenig Routine in unseren Tagesablauf in Zhombe rein. Zuerst von Gogo geweckt werden, dann das heiße Bad draußen in der Kälte. Zähneputzen im Busch. Dann ein leckeres Frühstück mit Tee im Wohnzimmer und danach fertig machen für die Fahrt in die Schule. So sitzen wir dann in unseren Arbeitsklamotten und fahren zu unserem Einsatzort. Wir freuen uns auf das Wiedersehen und das gemeinsame Arbeiten in der Schule. Heute wurde die Schulküche begonnen und die ersten Ziegel gemauert. Das Schulgebäude an sich wird immer schöner von außen und innen. Da Pia heute Geburtstag hatte, werden zwischendurch immer wieder ein paar Lieder angestimmt und es gibt sehr leckere Schokoladentorte, die sich alle gemeinsam haben schmecken lassen. Danach machen sich alle wieder an ihre Arbeit. Nebenbei lassen sich einige von uns ein paar Rezepte von den lieben Gogos geben, die jeden Tag so gut für uns kochen. Andere finden tote Eidechsen, mit denen sie die Gruppe ein wenig ärgern, doch dabei zur Belustigung aller beitragen. Den Abend lassen wir alle gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen, um noch einmal auf Pias Geburtstag anzustoßen. Leider mussten manche dafür aus ihrem schon Fast-Schlaf gerissen werden, doch hoffentlich konnten sie dann später wieder gut einschlafen.

16.08.2010 -- Tag 9

-- Tag 9 --

Verschlafen ging es für alle wieder zurück nach Zhombe. Nachdem wir direkt zur Schule fuhren, fingen wir gleich an dort weiter zu machen, wo wir letzte Woche aufgehört hatten. Wir stellten die komplette Frontweite der Schule fertig und strichen die ersten Klassenzimmer von innen. Tilli und Olli begannen das Schul-Logo an der Außenseite zu skizzieren. Am Abend gab es für alle ein freudiges Wiedersehen mit ihren Familien.

15.08.2010 -- Tag 8

-- Tag 8 --

Nach einer weiteren "Bad Odyssee" kamen wir um 11 Uhr bei der Messe an. Innerhalb kürzester Zeit befanden wir uns zwischen Baby stillenden Müttern, vielen Kindern, Erwachsenen und Messdienern und Predigern. Anfangs war es schwierig sich zu entscheiden, ob man sich auf einer afrikanischen Party oder in einem Gottesdienst befindet. Wir wurden wie immer freundlich empfangen und unsere Sitznachbarn klärten uns über Unklarheiten auf. Der Gottesdienst bestand aus Bibellesung, Predigten, Tänzen und Gesängen. Nach etwa anderthalb Stunden verließen die Ersten von uns den Raum, ohne das dies auffiel, da die ganze Zeit über viel Bewegung und Unruhe herrschte. Nach zwei Stunden waren dann alle von uns außerhalb der Kirche. Kurze Zeit darauf führte uns Baba Dino zum Schlangen-Park von Kwekwe. Dort erhielten wir eine kleine Einführung in die Welt der Schlangen, die überall im afrikanischen Busch lauern können und Einige von uns kamen in den Genuss eine kleine braune Hausschlange in ihren Händen zu halten. Spontan fuhren wir danach in eine kleine Hotelbar um den Sonnenuntergang bei einem kühlen Bier zu genießen. Bei dieser Gelegenheit lernten wir uns alle ein bisschen besser kennen, beziehungsweise hatten wir alle viel Spaß miteinander. Der Tag geht zu Ende mit dem leckeren Abendessen bei Baba Dino?s Mama und dem abendlichen Stell-dich-ein bei Kartenspiel und Tagebucheinträgen. Es war ein echt entspannter Sonntag nachdem es morgen zurück nach Zhombe geht. (Lisa A. und Laura)

14.08.2010

-- Tag 7 --

Wie lange dauert es, wenn 11 Deutsche früh ins Bad müssen? Rechnet mal bis Mittag... nein im Ernst, wir achten hier auf unsere Körperhygiene, auch wenn für jeden nur etwa eine kleine Kanne heißes Wasser zur Verfügung steht. Nachdem dann wirklich alle "gebadet" und Cornflakes, Brot und eine undefinierbare Wurst konsumiert hatten, ging es auf zum Wochenendausflug nach Kwekwe City. Das Internetcafé erfuhr einen großen Andrang deutscher Internetsüchtiger, es dauerte eine halbe Ewigkeit bis irgendwann mal eine Seite aufgebaut wurde. Wir teilten uns dann auf und genossen zwei Stunden (deutsche Zeit) bzw. drei Stunden (afrikanische Zeit) Shoppingtour. Es gab Kleidung im Überfluss, vereinzelt afrikanische Stoffe und zahlreiche frische oder getrocknete Nahrungsmittel. Was dann folgte, war für viele ein erster Vorgeschmack für das, was uns morgen am Sonntag erwarten würde. Wir besuchten die Kirchjugend von Mbizo (Township von Kwe Kwe) und nahmen an einer Predigt teil. Holger rettete uns vor Blamagen und übernahm das Wort für die Gruppe als wir "Ratschläge für das Leben" geben sollten. Zur "Belohnung" gab es mal wieder Sadza mit sehr gut durchgebratenem Rindfleisch und Keksen. Wir mischten uns unter die jungen Leute und kamen miteinander ins Gespräch. Ihre herzliche Verabschiedung machte uns große Lust auf den morgigen Kirchtag. (Lisa O. und Kathleen)

13.08.2010

-- Tag 6 --

Wir hatten uns vorgenommen rechtzeitig aufzustehen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Als wir es gegen 6:30 endlich schafften uns aus den Betten zu quälen, war es leider bereits zu spät, das Naturschauspiel zu bewundern. Das Frühstück bestand wieder einmal aus leckerem Maismehlgebäck dessen Konsistenz unserem deutschen Brot entspricht. Wir nahmen die deutsche Pünktlichkeit sehr ernst und waren wie verabredet um 8 bei der Schule. Jedoch war der Rest der Gruppe eher auf die 'afrikanische Uhr' eingestellt und kam daher eine knappe Stunde zu spät. Nachdem ich stolz die Zimbabwische Flagge hissen durfte ging?s endlich los mit dem Streichen. Das Zusammenspiel von deutscher Gründlichkeit und afrikanischer Gelassenheit führte dazu, dass wir innerhalb von eineinhalb Stunden mit der Grundierung der Außenfassade der Hofinnenseite der Schule fertig waren. Zwischendurch wurden wir noch mit Tee und Vat-Kooks (frittierte Maismehlhaufen) verwöhnt. Nach einer ergreifenden Rede der Pastorin, die uns näher brachte in welch schlimmen Umständen manche Kinder leben und lernen müssen, gingen wir wieder motiviert ans Werk. Leider stellten wir fest, dass die Wände teilweise so schlecht verputzt waren, dass die Malerarbeiten kurzzeitig unterbrochen werden mussten. In der Zwischenzeit machten sich einige daran die kaputten Fensterscheiben zu ersetzen. Als Wellington mit den fehlenden Materialien eintraf, machte uns die hochstehende Nachmittagssonne immer mehr zu schaffen. Als wir endlich unsere Pinsel niederlegten hatten wir gerade noch Zeit, um uns von unseren Mitarbeitern zu verabschieden, bevor es direkt weiter ging zu den Gastfamilien, um unser Gepäck einzusammeln. Wir nutzten die Gelegenheit um uns den Lebensstil der anderen Familien anzugucken und entdeckten eigentlich nur geringe Unterschiede. Jedes Grundstück hatte eine separate Küche, die meist aus einer runden Hütte mit einem Feuerplatz in der Mitte und kaum einem Abzugsloch bestand und daher auch den Namen 'Heul-Hütte' verdient hat. Außerdem gab es mehrere kleinere Steinhäuser, die verschiedenen Zwecken dienen und alle möglichen Bauerntieren. Die Fahrt zurück nach Kwekwe fürs Wochenende hinten auf dem Pick-up Truck war eisig wegen dem kalten Fahrtwind aber der wunderschöne, farbige Sonnenuntergang machte diese Höllenfahrt erträglich. Als wir endlich nach einer kleinen Shoppingtour bei Gogo Welly ankamen, waren wir alle glaub ich sehr erleichtert und erschöpft, und die meisten krochen auch schon bald nach dem Abendmahl in ihre Schlafsäcke.

12.08.2010

-- Tag 5 --

Heute war unser erster Arbeitstag an der "Somalala Primary School". Wir trafen uns alle gegn 9.00 Uhr an der Schule und wurden von dem dortigen Direktor und verschiedenen Lehrern herzlichst empfangen und bekamen einen Rundgang durch das gesamte Schulgelände. Die Schule besteht aus mehreren Klassenräumen (für 1. - 7. Klasse), einem Schulgarten und einem Klokomplex. Letzteres wurde von uns vielseitig diskutiert, da es sich dabei um Plumpsklos mit halbhohen Zwischenwänden handelt. Wir überlegten uns welche Sitzpositionen am geeignetsten für diverse "Geschäfte" wären. Am Ende ist es wahnsinnig ungewohnt und doch wunderschön im Freien. Okay, aber bleiben wir beim Thema, nach und nach trudelten mehr und mehr Schulmitglieder und freiwillige Helfer ein und wir begannen die Steine, welche als Wegumrundungen gelten, neu zu befestigen. Mit Hacken und Schaufeln kämpften wir uns von Umrundung zu Umrundung. Ohne dabei wirklich ins Schwitzen zu geraten. Die Temperaturen sind echt sehr faszinierend in Zimbabwe, man geht mit dicken Sachen ins Bett, da es Abends unglaublich kalt wird, am Morgen ist es immer noch windig, jedoch bereits mit einem blauen Himmel, aber erst gegen Mittag wird es richtig angenehm warm, eben so, dass es sich gut arbeiten lässt. Genau das Gefühl hatte ich heute bei unserem ersten richtig aktiven Tag, alle waren froh arbeiten zu können, ganz egal, um was für eine Arbeit es sich handelte. Endlich wurde es konkret und man wußte weshalb man hier ist. Zum Mittag aßen wir alle gemeinsam Sadza mit Rape (lasst euch überraschen was das ist, wir mögen es sehr und werden das Rezept mit nach Deutschland bringen, um euch kosten zu lassen). Wir waren gestärkt und es ging zum zweiten Arbeitsteil: da wir die Schule sowohl von Innen als auch von Außen eine neue Farbe verleihen wollen, musste der ganze Staub und Dreck mit Hilfe von Besen und Wasser gereinigt werden, wir taten dies alle zusammen und trotz der relativ langen Schulgebäude war es eine gefühlt kurze Zeit, die wir dafür brauchten. Es ging Hand-in-Hand, die einen holten Wasser, während die anderen schrubbten. Ehrlich gesagt liege ich jetzt schon im Bett und bin wie jeden Tag, den wie bereits hier sind wahnsinnig müde und glücklich. Ich mach es ganz kurz: Jede Gruppe fuhr in ihre Familie zurück. Wir kochten heute für unsere "Familie", es gab von Olli mitgebrachte Riesa-Nudeln mit Tomaten- soße und Kamillentee, alles Sachen, die man hier nicht kennt. Das Feuer brannte schon als wir zurückkamen und so kochten wir auf offener Feuerstelle. Der Tag geht zu Ende mit dem wahrscheinlichst eindruckvollstem Sternenhimmel überhaupt und der Freude auf das morgige "Duschen" unter freiem Himmel. Danke, dass wir hier sein dürfen und es uns die Menschen hier so einfach machen sich wohlzufühlen, obwohl die Fremde echt so groß und zu bemerken ist. (Lisa A.)

11.08.2010

-- Tag 4 --

Aufwachen im schönen Haus von Mai Kudzi (Mama von Wellington) und nach dem Frühstück ging es auf Erkundungstour durch Kwekwe. Auf unserem Weg durch die nähere Umgebung schlossen wir viele Bekanntschaften mit der dort lebenden Bevölkerung. Nach dem Mittag ging es los in Richtung Zhombe auf einem voll beladenen Pick-up. Die Kälte auf der Ladefläche machte uns erfinderisch und wir versteckten uns alle zusammen unter den Decken, die uns unser lieber Baba Dino (Wellington) vorsorglich mitgegeben hatte. In Zhombe angekommen, ging dann alles ganz schnell und unsere Gruppe war zum ersten Mal getrennt voneinander. Lisa A., Olli und ich blieben in dem Haus der Pastorin Mai Musi, während die anderen weiter fuhren und in zwei anderen Familien untergebracht wurden. Uns wurde gleich gesagt, dass wir alle nicht so weit voneinander wohnen würden und wir uns gegenseitig besuchen könnten, doch schnell stellte sich heraus, dass es sich bei der Distanz um einen zweistündigen Fußmarsch handelte. An diesem Abend wurden wir von neuen Eindrücken überschwemmt. Das Essen in einem kleinem runden Haus, in dessen Mitte über dem Feuer gekocht wurde, die unglaubliche Gastfreundlichkeit trotz einiger Kommunikationsschwierigkeiten, das kleine windige Klohäuschen ohne Tür und der unglaublich schöne Sternenhimmel und ein eisiger Wind der an den Fenstern rüttelte. (Laura)

10.08.2010

-- Tag 3 --

Heute traf deutsche Pünktlichkeit auf afrikanische Gelassenheit. Wie besprochen waren wir kurz nach 11 Uhr abfahrbereit, jedoch verzögerte sich unser Aufbruch wegen nicht geklärter Ursachen um fast drei Stunden. Die Zeit vertrieben wir uns mit interkulturellen Spielen und kulinarischen Köstlichkeiten (Muffins, Muffins, Muffins und Sandwichs). Eine neue Herausforderung lauerte an der Haltestelle des Public Transports auf uns. Wir ergatterten einen leeren Minibus und warteten, umringt von unzähligen Verkäufern, auf die restlichen Mitfahrer, die sich als 80 kg Kartoffeln und 8 weitere Personen entpuppten. Wohlbehalten, aber ein wenig durchgerüttelt, kamen wir nach drei Stunden in dem kalten Kwe Kwe an. Auf der Fahrt begegneten uns die ersten wilden Tiere (Paviane und Meerkatzen!). Von dort aus ging es mit einem etwas nicht TÜV-tauglichen Gefährt zu unserem nächsten Zwischenstopp. Wir machten erste Erfahrungen mit dem afrikanischen Christentum. Das Abendbrot gab es bei Gogo, Wellingtons Mama. Es bestand aus Sadza (dicker Maisbrei), Fleisch und einem grünkohlähnlichen Gemüse. Stürmisch und kalt endet dieser Tag.

(Lisa O. & Kathleen)

09.08.2010

-- Tag 2 --

Der nächste Tag startete verträumt mit frischen Orangen und Müsli in der schon sehr warmen Sonne. Nachdem alle 11Abenteurer das Bad passiert hatten, ging es gegen 12 Uhr in die City von Harare. Dank eines Feiertages überrollten uns nicht sofort die Menschenmassen und wir hatten so etwas Zeit in Ruhe die Stadt zu besichtigen. Dennoch verfolgten uns unzählige neugierige Blicke der Einheimischen. Das Highlight des Tages war der Besuch des typisch afrikanischen Marktes inklusive vieler neuer Freunde, die plötzlich auftauchten und sich wild musizierend um uns versammelten. Hier konnten wir alles kaufen von Obst über Elektrowaren und Kunsthandwerk. Lisa A. bewies Mut als sie tollkühn in eine getrocknete Made biss und "genüsslich" auf ihr herumkaute. Der Tag endete mit einer Einladung zum Chicken Curry bei Fungai.

08.08.2010

-- Tag 1 --

Nach einer langen, anstrengenden Reise, die uns von Frankfurt über Addis Abeba nach Harare führte, landeten wir kurz nach 13 Uhr zum zweiten Mal auf afrikanischen Boden. Am Flughafen wurden wir herzlich von Holger, Pia, Wellington, seiner Frau Happyness und Klein-Hanna empfangen. Von da aus ging es ungewohnt linksfahrend auf der Ladefläche des Pick-Ups in unser erstes Domizil. Nach einem kurzen, aber stressigen Einkauftstrip in dem hier ansässigem Spar (!) folgte nach langer Vorbereitungszeit und vielen "Ich habe sooo einen Hunger und bin sooo müde-Rufen" ein leckeres BBQ (ungeachtet der Regel "Cook it, peel it or leave it!"), bei dem gefühlt eine halbe Kuh auf dem Grill lag. Nach dem Essen versammelten wir uns bei einer Verkostung einheimischer Biersorten um die halbe Grilltonne. Leicht alkoholisiert und mit vollem Magen spürten wir den afrikanischen Winter nicht mehr so sehr. Mit dem Kopf voller neuer Eindrücke fielen wir mehr oder weniger weich in unsere Betten oder auf den Boden.

08.08.2010

Willkommen in Zimbabwe

Die ersten Nachrichten haben uns erreicht: Alle Leipziger sind gut gelandet, haben eine lange Reise hinter sich und freuen sich nun auf die nächsten zwei Wochen. Bevor es so richtig los geht, gibt es heute kurz Zeit um erst einmal anzukommen, die neue, aufregende Umgebung kennenzulernen und sich zu orientieren. Wir hoffen bald die ersten Berichte von den Teilnehmern selbst hier veröffentlichen zu können und wünschen der Gruppe, dass sich alle schnell eingewöhnen und von den Gastgebern in Zimbabwe herzlich willkommen geheißen werden.

Startschuss für Build&Ride Zimbabwe

Wenn sich am Samstag, den 07. August neun junge Leipziger Studenten in Richtung Afrika aufmachen, dann ist dies bereits die dritte Build & Ride Gruppe von Vezuthando e.V. Es ist jedoch die Erste, die in Zusammenarbeit mit dem internationalen Jugendamt der Stadt Leipzig organisiert worden ist. Außerdem ist es die erste Gruppe, die an einem Austausch mit Simbabwe teilnimmt. Vor Ort wird die Gruppe in der ländlichen Region von Zhombe gemeinsam mit den lokalen Bewohnern leben, am laufenden Schulrenovierungsprojekt mitarbeiten und so einen intensiven Einblick in das Leben der Menschen vor Ort bekommen. Im Vordergrund des Projekts steht wie immer der interkulturelle Austausch, so wird die Gruppe gemeinsam mit der Dorfjugend an kulturellen Austauschworkshops teilnehmen und so an einer langfristigen Partnerschaft zwischen Vezuthando e.V. und Zimbabwe Trust arbeiten.Wie bei jedem Build & Ride Projekt wird die Gruppe ein online Tagebuch führen welches hier gelesen werden kann.

Vezuthando e.V. wünscht allen Teilnehmern einen unvergesslichen Aufenthalt, viele neue Erfahrungen, sowie Eindrücke und Erlebnisse. Wie bei jedem Build & Ride Projekt wird die Gruppe ein online Tagebuch führen welches hier gelesen werden kann.

Wenn Du Interesse an der Organisation eines unserer Build & Ride Projekte hast, aufgeschlossen bist und über gute
organisatorische Fähigkeiten verfügst, dann melde Dich bei uns unter info@vezuthando.de