11.(ra)Tag

Südafrika 2011

Gestern haben wir unser Abenteuer abgeschlossen. Am Morgen waren wir noch am Meer und haben die Aussicht ein Letztes mal genossen. Was heißt "letztes Mal", wir sind uns eigentlich alle sicher, dass wir wieder nach Afrika kommen werden. Zum Mittagessen haben wir uns alle noch eine Pizza bestellt und ließen unsere Reise somit ausklingen. Am Flughafen mussten wir uns dann leider auch von Johanna verabschieden, die einen anderen Flieger als wir nahm. Natürlich war der Abschied wieder etwas improvisiert (; TIA!! Wir dachten, dass wir uns nach der Kontrolle uns am Gate noch sehen werden. Aber das war leider nicht so und wir mussten uns durch eine Glasscheibe "unterhalten", das heißt per Telefon, weil man durch die Scheibe nichts hörte. Aber zum Glück konnte Johanna dann die Angestellten des Flughafens soweit auf Zulu bezirzen, dass wir uns 5 Minuten lang noch treffen und uns persönlich verabschieden konnten. Als später dann wieder jeder auf seiner Seite der Glasscheibe war, haben wir gemeinsam unseren Chef (Sebastian Haas) und weitere Posten unserer Vezuthando Außenstelle Beilngries gewählt. Der endgültige Abschied ist uns alles andere als leicht gefallen, weil wir wirklich so zusammengewachsen sind in den letzten beiden Wochen. Ab jetzt heißt's ab in den Flieger und Salani kahle Südafrika!!! Leider...

Autorin: Annika

-- Tag 12 --

TIA (This is Africa)!!!! Gestern fast mitten in der Nacht haben wir die Pläne für heute völlig umgeworfen, weil wir eigentlich zu nach Durban fahren wollten um in ein Museum zu gehen, das Stadion zu besichtigen und um einen Auftritt von Nkonzo anzuschauen. Dann ist aber leider bei Nkonzo alles schief gelaufen und er konnte nicht kommen. So hatte Johanna die geniale Idee nochmal nach Swayimane zu fahren um Thanda nach Hause zu bringen und vielleicht nochmal ein paar von unseren Freunden zu sehen. Dann mussten wir nur noch Herrn Lerzer überzeugen, der das im Halbschlaf leider alles eher als Scherz sah und uns auslachte. Naja, irgendwann wird er es schon merken, dass es uns ernst war (;

Heute hat die Hälfte von unserer Gruppe auf dem Sonnendeck geschlafen. Wir wollten das Rauschen des Meeres hören und die warme Luft der Nacht genießen (: Mitten in der Nacht hat uns ein Sturm geweckt, aber zum Glück hat’s nicht geregnet. Am Morgen genossen wir den Sonnenaufgang und haben auch noch ein paar Affen beobachtet, die die Hunde geärgert haben. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, ging es im Taxi geschlichtet (für nicht Bayern: gestapelt) nach Swayimane!! Sehr gut (: Nach 2 Stunden Fahrt sind wir bei MaZuma angekommen. Der Empfang war mehr als herzlich und wir freuten uns alle unglaublich wieder hier zu sein. Xolani kam dann auch noch vorbei, was uns alle natürlich auch sehr gefreut hat. Der ganze Tag war einfach perfekt dafür, dass es unser letzter in Südafrika sein wird. Zu Thanda sind wir dann auch noch gefahren, haben selbst gemachte Bananenmarmelade gekostet und noch Fotos gemacht, weil sie ein Guesthouse eröffnen will, dafür aber noch Unterstützung und Werbung braucht. Als wir auf unser Taxi gewartet haben, gab es wieder eine Spontaneinlage. Wir standen auf der Straße und unsere Ladys fingen zum Singen an und es entwickelte sich ein Spiel, zu dem sogar die Nachbarskinder kamen. TIA. Der Abschied fing uns allen unglaublich schwer und es flossen Tränen. Nun begannen wir wieder uns ins Taxi zu schlichten. Nach der Hälfte der Fahrt stießen noch 2 Mädels zu uns, die auch noch ins Auto mussten!! Ja, irgendwie ist es dann noch gegangen.TIA!! Zurück im Backpacker entspannten wir uns und lassen jetzt den letzten Abend mit einem Braai ausklingen, weil Nel heute in ihren Geburtstag reinfeiern wird. Ihr merkt schon, in Afrika ist vieles anders und das wird uns sicherlich sehr fehlen. Morgen fliegen wir, aber das ist irgendwie keinem von uns so richtig klar. Die Zeit hier war einfach so unglaublich und einzigartig, deshalb wollen wir alles tun um die Leuten hier weiter zu unterstützen.

Autorin: Annika

-- Tag 11 --

Heute durften wir etwas länger schlafen, bevor es dann zum Brunchen an den Strand ging. Zunächst sonnten wir uns etwas und machten einige Fotos auf unserem Spaziergang. Schließlich ging es weiter zu einem kleinen Lunchlokal, bei dem wir uns leckere Sandwiches bestellt und die Dame hinter dem Tresen mit unseren 17 Bestellungen komplett überfordert haben. Danach holte uns Nel ab und brachte uns zurück zum Backpacker, wo jeder zunächst eine Dusche nahm und wir uns kurz ausruhten. Nach einiger Zeit ging es weiter zur Galleria Mall nach Durban. Jetzt war shoppen angesagt!! Wir versuchten unsere letzten Rand loszuwerden und kauften auch Herrn Lerzer ein kleines Geschenk als Dankeschön für seine Bemühungen. Nach dem Einkaufstrip nahmen wir eins der vielen Taxis nach Hause, wobei wir etwas skeptisch betrachtet wurden, da wir als große, ‘weiße‘ Gruppe in diesem Land ein Taxi nahmen. Am Abend setzten wir uns alle auf unserer Dachterrasse zusammen, um einiges zu besprechen. Zunächst bedankten wir uns bei Johanna und Herrn Lerzer mit einem kleinen Präsent als Dankeschön unsererseits für die Vorbereitungen und Reiseorganisation. Wir redeten auch noch über das, was nach Südafrika möglich ist. Als Erstes haben wir beschlossen, dass wir uns auf jeden Fall weiterhin mit Südafrika, Vezuthando, Zimele und Fundraising beschäftigen wollen und uns auch innerhalb der Gruppe dabei gegenseitig unterstützen wollen. Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, dass wir alle Mitglied bei Vezuthando werden möchten. Euphorisch wurde die Gründung einer "Vezuthando Beilngries Gruppe" beschlossen und Ideen über mögliche Aktivitäten und Events flogen nur so hin und her. Alle machten sich so eifrig Gedanken, dass man annehmen wollte, sie würden am liebsten sofort mit der Planung und Umsetzung loslegen. Selbst manche, die sich sonst eher in Zurückhaltung übten und am Anfang doch weniger motiviert waren, diskutierten begeistert mit. Letztendlich haben wir noch eine grobe Liste der Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe erstellt, worüber sich jeder Gedanken machen soll, was für ihn eine geeignete Aufgabe wäre. Johanna hat uns gebeten, dass jeder für sich ein paar Zeilen schreibt, in denen er seine Erfahrungen der letzten 2 Wochen kurz berichtet. Jetzt werden wir alle noch ein bisschen zusammensitzen und das heutige Essen genießen.

Autoren: Lisa & Jessi

-- Tag 10 --

Heute sind wir um 7 Uhr aufgestanden, haben erst mal gemeinsam gefrühstückt und um halb 9 gings dann los nach Durban. Als erstes besuchten wir dort den Victoria Street Market, wo wir alle Souvenirs und Mitbringsel für unsere Freunde und Familie kauften. Wir handelten mit den Verkäufern um Armbänder, Ketten, Holzfiguren und vieles mehr. Mit unseren erworbenen Geschenken fuhren wir weiter zur Seaworld uShaka. Hier schauten wir uns das Aquarium an und waren begeistert von dem vielfältigen bunten Unterwasserleben. Das Aquarium war wie ein riesiges Schiffswrack aufgebaut und aufs kleinste Detail nachgebildet, sogar mit SchiffstoilettenJ. Wenn man aus den Fenstern des Schiffs hinausschaute konnte man die ganze faszinierende Unterwasserwelt beobachten. Hier gab es Tiere zu sehen, von denen wir nicht einmal gewusst hatten, dass sie existieren. Merkwürdige Würmer, die sich zur Hälfte im Sand eingegraben hatten und mit der anderen Hälfte herausragten und im Wasser hin und her schaukelten. Fische, die wie Steine aussahen und so kaum zu erkennen waren. Riesige Schildkröten und so gigantische Fische, die größer waren als die Haie, die neben ihnen im Wasser schwammen. Es gab sogar das Angebot in einem Käfig in das Becken der Haie einzutauchen, was sich aber die meisten von uns wohl nicht getraut hätten. Außerhalb von dem Riesenschiff gab es weitere Tiere zu sehen wie Pinguine, Delphine und Seehunde, deren Kunststücke man in Vorstellungen bewundern konnte. Um 5 Uhr schloss das Aquarium und wir machten uns wieder auf den Weg nach Hause. Dabei holten wir noch Thanda ab, die wir zu uns ins Backpacker eingeladen haben, weil wir sie unbedingt noch einmal sehen wollten. Wie waren so gerührt von ihrer Gastfreundlichkeit in Swayimane und sind so dankbar, dass sie uns das Leben der Zulus gezeigt hat, dass wie sie nun ebenso bei uns aufnehmen wollen und hier noch ein paar schöne Tage mit ihr verbringen wollen. Zurück im Backpacker zeigten wir ihr zuerst das ganze Haus und ihr Zimmer, danach aßen wir alle gemeinsam leckere Burger, die uns Nel zubereitet hat.



Autoren: Marina&Kirsten

-- Tag 9 --

Heute ist frei. Heute darf jeder so lange schlafen wie er/sie will. Naja, sagt Max. Halb zehn war ihm nicht genug. Fast hätte er das Frühstück mit Seeblick verpasst. Tevfik hat es tatsächlich verpasst. Alle anderen hatten Glück und waren rechtzeitig um den reich gedeckten Tisch versammelt, für den die Frühaufsteher mit einem Spaziergang zum Spar gesorgt hatten. Stickige Luft im Mini-Zimmer der Jungs hatte alle nach draußen getrieben. Da ist es ja auch schön. Nach erfolgreicher Verteidigung unserer Frühstücksbrote gegen den hyperaktiven, schleckenden Hund Leila, der zum Inventar dieses Backpacker gehört, ging es auf Erkundungstour durch Warner Beach, am Strand entlang, den Felsen und in den Ort hinein. Ja, und mehr ist heute dann auch nicht passiert. Heute war ja eh frei. Um noch rechtzeitig einen südafrikanischen Stempel auf die versprochenen Postkarten zu kriegen, wurden heut eifrig Zeilen an Freunde und Familie geschrieben und das Post Office belagert. Und wir können bestätigen, dass sich alle Karten auf dem Weg befinden, eingeworfen von Max, Lukas und Jürgen. Ab jetzt gilt also ungefähr 14 Tage Geduld bis der Postmann klingelt. Und nur noch weniger als eine Woche bis alle persönlich wieder zu Hause sind. Also Zeit für einmal kurz die bisherigen Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Aus meiner Sicht (Johanna) kann ich mich nur begeistert zeigen vom Einsatz, der Motivation und vor allem der Offenheit aller Schüler/innen. Wir haben in der letzten Woche Communities besucht in denen wirklich so viel im Leben sich von dem unsrigen in Deutschland unterscheidet und es jede Sekunde neue Eindrücke hagelte. Gestern auf dem Weg zurück von Hluhluwe hab ich dauernd zu hören bekommen „ Wo ist Xolani?“, „Können wir nicht wieder zu MaZuma zurück?“, „Warum gibt’s morgen keinen Porridge zum Frühstück?“ … eigentlich die beste Bestätigung, wie gut es allen bei unseren Zulu-Gastgebern gefallen hat! In Swayimane haben sich glaub ich Gogos, Auntis, südafrikanische sowie unsere Schüler einfach in einander verliebt. Jeder hat etwas von dem anderen gelernt, von der anderen Kultur mitnehmen können, es war nicht nur ein Besuch bei den Zulus, wir haben uns wirklich ausgetauscht. Die ersten Tage in Südafrika waren voll ungewohnter Situationen, nicht enden wollenden neuen Erlebnissen und Vieles, was zum Nachdenken anregt. Zwischendrin blieb wenig Zeit alles zu verarbeiten. Dafür ist jetzt Zeit. Wenn ich mir jetzt unsere Schüler/innen anschaue kann ich mit Überzeugung sagen, dass diese zwei Wochen nicht an diesem Samstag vorbei sein werden. Jeder nimmt etwas mit nach Hause, was noch lange nachwirken wird. Sei es Bilder oder Gedanken an Leute, Landschaft und kleine Momente. Ich glaube, dass aus diesem anfangs eher „“unglaublich“ anmutenden Projekt „Beilngries goes Afrika“ eine langfristige Freundschaft mit den Leuten, die wir kennengelernt haben entstehen kann. Ganz nach dem Motto, was ich mir vertraut gemacht habe, für das bin ich auch in gewissem Sinne verantwortlich. Ich freue mich, dieses Engagement bei allen Schüler/innen entdecken haben zu können. Es hängt an jedem einzelnen selbst, was er mit den Erfahrungen aus dieser Reise zu Hause anfängt, ob er/sie Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen kann und die Augen für die Perspektive andere öffnet und Werte aus den gesamten Erlebnissen zu Hause adaptiert. So viel zu den Gedanken zu unserer Zeit in Südafrika. Eins noch. Ich könnt jetzt schreiben, dass mir die Mädels den letzten Nerv rauben, die Jungs mir tierisch auf den Keks gehen und ich für Herrn Lerzer keine Worte finde, stimmt aber nicht. Unsere Gruppe ist einfach der Hammer!

Zurück zum Tagesgeschehen. Bevor uns Nel, unsere ‚Herbergsmutter‘ uns ein leckeres Fisch-Braai servierte (heute Morgen frisch gefischt), haben wir Mädels einen abendlichen Strandspaziergang gemacht und fast niemanden getroffen außer ein paar Krebsen, die schnell das Weite gesucht haben. Hier haben wir es uns für diese Woche hier in unserem letzten südafrikanischen zu Hause gemütlich gemacht und im Moment sitzen alle um mich rum und lassen den Tag mit einem Film ausklingen. Morgen wird es Zeit Durban zu erkunden.

Author: Chefin

-- Tag 8 --

4 Uhr morgens….

Und wir müssen aufstehen um rechtzeitig mit der Safari anfangen zu können ;) Bereits um 5 Uhr standen unsre Tourguides –Brian und Stacy- mit den offenen Jeeps vor unserer Tür, um sich mit uns auf den Weg zu machen. Weil der kalte Wind durch das Auto blies, bekamen wir gleich Decken angeboten, die wir dankend annahmen. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir endlich den Hluhluwe Umfolozi Nationalpark. Da es am Anfang schon relativ viel zu sehen gab, erwartete uns ein ereignisreicher Tag. Doch zuerst gab es um 7.30Uhr ein leckeres, von unseren Tourguides vorbereitetes Frühstück mit Cornflakes, Jogurt und Semmeln. Nach dem Frühstück ging es dann richtig los. Wir sahen im Laufe des Tages 4 von den großen Big5 (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard). Nur den Leopard konnten wir nicht sehen. Außerdem liefen uns Guneafiles, Nyalas, Gnus, das Warzenschwein Pumba, Büffel, Zebras , weiße Nashörner in Mengen, Weaver Birds, Blue Birds, Löwen, Giraffen, Elefanten und Affen über den Weg. Sehr oft sahen wir auch die Impalas, die auf ihren Hintern einen schwarzen Aufdruck haben, der wie ein „McDonals“ Zeichen aussieht. So könnte man die Impalas als „Fastfood for Cats“ bezeichnen ;)

Um 12 Uhr fuhren wir ein zweites Mal zu dem Picknickplatz, wo die Guides ein leckeres Barbecue für uns zubereiteten. Da die Chickenspieße erst eine Stunde gegrillt werden mussten, nutzten die meisten die Zeit um sich im Schatten auszuruhen und sich gegen Insekten verteidigen mussten. Andere gingen in einen nahegelegenen Shop. Nach dem Essen ging es wieder zurück zum Eingang des Nationalparks. Von dort aus brachten uns die Guides noch zu einer Tankstelle, wo die beiden Petrus mit unserem „Bus“ auf uns warteten. So fuhren wir zu einem Craft Center, in dem wir uns alle nur umschauten, da wir vorhaben am Mittwoch in Durban einzukaufen. Als letzter Programmpunkt stand ein Besuch in einer Cheeta-Farm an. Dort werden verschiedene verwundete Tiere wie zum Beispiel die „African Wild Cat“ und Geparden aufgezogen und auf die Auswilderung in einem Nationalpark vorbereitet. Als erstes fütterte der Wächter die verschiedenen Katzen mit Fleisch, erklärte ihre Namensgebung und dann konnten wir auch noch zu den Geparden ins Gehege, um sie zu streicheln und Fotos zu machen. Eigentlich war es sehr interessant, nur fanden wir es schade, dass wir mit einer größeren Touristengruppe die Führung hatten. So mussten die Geparden einem großen Andrang standhalten. Um uns für die 4 stündige Busfahrt zum Backpacker in Warner Beach in der Nähe von Durban zu stärken, teilten wir leckere Mangos. Um 21Uhr hatten wir endlich die letzte Station unserer Reise im Dunkeln erreicht. Es wartete noch ein leckeres Curry auf dem riesigen Balkon auf uns und dann fielen wir alle müde ins Bett. Nur Jasmin und Maria nicht, die fielen aufs Sofa, denn Krabbelvieh hatte sie aus ihrem Zimmer vertrieben.

Autoren: Jasmin und Maria

-- Tag 7 --

Heute fing der Tag früh an. Bereits um 5 Uhr klingelten die Wecker und um 6 Uhr holte uns unser Fahrer Petrus ab. Nachdem wir alle unsere Sachen verstaut hatten, ging es los und wir fuhren zunächst die Hälfte der Strecke, bis uns Petrus auf einem Rastplatz sein liebevoll vorbereitetes Frühstück überreichte (für jeden ein Frühstückspacket mit Müsli, Joghurt, Saft, Obst und weiteren Leckereien). Danach ging es noch ca. zwei Stunden weiter Richtung Norden, bis wir an unserem wildbewachsenen Backpacker in St. Lucia ankamen. Nach einer kurzen Besichtigung der Zimmer stand ein Boot für eine Flusstour auf dem Mfolozi River für uns bereit. Auf dem Weg dorthin, sahen wir bereits ein paar Affen über die Straße laufen. Während der zweistündigen Bootstour entlang von Mangrovenwäldern kreuzten einige Tiere, z.B. Krokodile, Nilpferde und verschiedene Vogelarten unseren Weg, zu denen uns der Bootsführer jeweils einiges erzählt hat. Dazu bekamen wir noch einen kurzen Einblick in die Verhaltensweisen der Tierwelt Südafrikas. Nach kurzer Zeit wurde uns ein leckeres Mittagessen auf dem Boot serviert, wie z.B. verschiedene Fleischspieße, eine vegetarische Platte und dazu Brot und Salat. Am Ende des Trips machten wir ein Erinnerungsfoto, bevor es wieder zurück zum Backpacker ging um die Zimmer zu beziehen. Anschließend stand ein Strandbesuch auf dem Programm und auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Stopp bei einem Supermarkt, um dort erneut etwas zu trinken zu kaufen, weil es heute sehr warm war. Am Strand angekommen, waren wir begeistert von dem Anblick des Indischen Ozean, vor allem weil es nicht einer dieser typischen ‚,Touristenstrände‘‘ war, sondern eher ein sauberer, natürlicher und ruhiger Strand. Wir legten uns in die Sonne, um braun zu werden, bauten Sandburgen, sammelten Muscheln und die Jungen gruben Marina und Kirsten im Sand ein. Am Weg zurück spielten nochmals Affen am Wegrand und zu Hause angekommen, duschten wir erst mal alle. Jetzt freuen wir uns auf einen traditionellen Zulu-Tanz und Petrus Junior und Senior bereiten uns gerade ein leckeres Abendessen (wieder einmal ein Braai) zu.

-- Tag 6 --

Heute hat der Tag entspannt angefangen. Die ersten sind um 9 Uhr zur Mall losgelaufen um sich ein bisschen umzuschauen und Wasser zu kaufen. Eine Stunde später sind die Restlichen gekommen und wir lernten dann auch gleich noch Nkonzo kennen, der vor zwei Jahren schon einmal in Deutschland und sogar an unserer Schule war. Leider hat er seine charakteristische Haarpracht abgeschnitten, weil seine Familie ihn damit "hässlich" fand. Ein grosses Taxi wartete auf uns um uns nach Sankontshe, wo Nkonzo lebt, zu fahren. Im Auto hörten wir seine Musik, von der wir alle gleich sehr begeistert waren obwohl der Klang durch die katastrophalen Lautsprecher verfälscht wurde. Dort angekommen zeigte er uns sein Studio und führte uns mit einem Freund (Goodman) vor, wie er seine Musik produziert. Sein "Studio" befindet sich in seinem kleinen Schlafzimmer. Mit wenig Mitteln nimmt er sogar Songs mit anderen Künstlern auf. Vor allem beeindruckte uns seine Einstellung, dass er trotz seines Talents beschlossen hat in Sankontshe wohnen zu bleiben und sich nebenbei ein zweites Standbein über sein Studium zum Businessmanager aufzubauen. Danach wurde uns der traditionelle "Gumbootdance" beigebracht, der nach anfänglichen Schwierigkeiten doch ganz gut klappte. Wegen der Hitze mussten wir uns aber geschlagen geben und Ayanda, der auch in der Community lebt, gab eine kleine Gesangseinlage zum Besten. Wir sind immer wieder beeindruckt, wie talentiert viele Südafrikaner(innen) sind. Danach unterhielten wir uns und machten uns einen schönen Nachmittag mit Tanzen, Reden und Essen. Wir erfuhren, dass Nkonzo von Vezuthando e.V. ein Stipendium für den Universitätsbesuch erhält und auch wir können ihn nur weiter empfehlen (...) !! Er hat es sogar zum viertbeste Rapper in Durban gebracht. Zum Schluss lud uns Nkonzo, alias Mreppaboy noch zu einem Auftritt am Freitag ein und wir schenkten ihm ein Deutschlandtrikot zum Abschied. Um 3 Uhr verabschiedeten wir uns und stiegen wieder in das gut beschalltes Taxi. Dann gings ab zum Shoppen in die grosse Mall ! (; Das war natürlich pures Vergnügen für die Mädels (: Gut ausgestattet mit neuen Klamotten, holte uns Clyde, der Besitzer unseres Backpackers ab und verlor zwischendurch Lukas, wegen der holprigen Strasse fast im Verkehr. Morgen müssen wir um 5 Uhr aufstehen, weil wir eine Bootstour machen werden und somit die erste Chance bekommen einen von unseren Babysittern loszuwerden, auserdem werden sich die Flusspferde über diesen kleinen Imbiss sicherlich freuen.
Also das Motto für morgen ist klar: "Mann über Bord !!!!"

Lalani kahle

Autoren: Bernd und Annika

-- Tag 5 --

Nach der Nacht in der Community sind wir miefend und verschwitzt von unseren improvisierten Betten aufgestanden und uns wurde wieder mal ein köstliches Frühstück unter freiem Himmel vor die Nase gesetzt.

Nach dem Abschied von den Kindern, mit denen wir gestern Abend herum getollt haben, machten wir uns bald auf den Weg nach Hause, bzw. zu unserem Backpacker in Pietermaritzburg. Der Trip zurück dauerte ca. 2 Stunden, welcher durch einen Stau in die Länge gezogen wurde. Diesen umging unser Fahrer mit einem geschickten Ausweichmanöver über den Standstreifen. Obwohl der Andrang nach einer Dusche groß war entschied sich ein Teil von uns für den Pool. Was sich im Nachhinein als fatal erwies, da das Wasser stark trüb wurde. Aber nach dem Bad im Dreckwasser waren wenigstens die Duschen frei. Nach den anstrengenden Tagen im Gebirge waren wir freilich froh über einen Nachmittag ohne Termine. Diesen nutzten wir um die erste Ladung Wäsche in Südafrika zu waschen. Das Resultat war aber nicht wie gewünscht da das kalte Wasser den roten Staub auf den T-Shirts verteilte.

Das Highlight des Tages war das ‘Braai‘ bei Rosetta, wobei es sich dabei nicht um ein Ritual der Zulus handelt, sondern um ein delikates Barbecue. Im Fokus standen hierbei nicht nur die leckeren Spezialitäten wie Hotdogs mit Shakalaka Soße und Avokadosalat, stattdessen standen nämlich auch Rosettas Haustiere im Mittelpunkt. Neben ihrer Katze die sich nicht von der Mikrowelle bewegte, waren wir v.a. vom Hund begeistert. Den flauschigen, fluffigen, langhaarigen „Hundebär“ haben wir sofort in unser Herz geschlossen. Außerdem haben wir dieses Event genutzt, um uns bei allen, die uns bei unserer bisherigen Reise in Südafrika begleitet und unterstützt haben zu bedanken. Nicht nur mit Worten, sondern wie in Afrika üblich, mit Gesang. Danach diskutierten wir zusammen mit Rosetta für was wir unser im Vorfeld gesammeltes Geld verwenden. Die Entscheidung fiel auf die Unterstützung des von uns besuchten Siyazama-Creche, der Materialbeschaffung für das HIV/Aids- Betreuungsprojekt und außerdem verhelfen wir Xolani und Audrey zu einem neuen Schreibtisch im frisch eingeweihten Zimele Office. Nachdem das Geschäftliche erledigt war, machten wir einen Nachtspaziergang nach Hause zum Backpacker, denn morgen wird uns Nkonzo - südafrikanischer Rapper, DJ und Stimmungskanone, den wir noch von einem Workshop in Beilngries kennen - in Gummistiefeln über die Bühne scheuchen. So verabschieden wir uns in eine weitere von Schnarchen erfüllte Nacht.

Autoren: Bernd&Max

-- Tag 4 --

Heute sind wir (Kirsten, Marina, Lisa, Johanna und Annika) bei Thanda aufgewacht. Am Abend zuvor wurden wir noch gewarnt, dass wir eventuell Bekanntschaft mit Kakerlaken, Ratten und anderen Krabbeltieren machen könnten. Natürlich blieb Kirsten und mir (Annika) das nicht erspart, aber wir taten einfach so als hätten wir nichts gesehen (; Alle sind so lieb und fürsorglich hier, dass man gleich ein schlechtes Gewissen kriegen kann. Thanda zum Beispiel ist um 3 Uhr in der Früh aufgestanden, nur um uns zum Frühstück Kuchen und Muffins aufzutischen. Nach unserer morgendlichen Wäsche in der Schüssel gingen wir los um an der Straße abgeholt zu werden. natürlich mussten wir warten, aber: „TIA – This is Africa“ (; Bei... trafen wir uns alle wieder zum frühstücken. Das Essen war wie immer vorzüglich wir probierten Porridge, der so ähnlich wie Grießbrei/ Haferschleimsuppe mit viel Zucker schmeckt. Der Schokokuchen und die Muffins von Thanda schmeckten natürlich auch sehr gut. Dann wurde es Zeit sich zu verabschieden. Es fiel uns allen nicht leicht. Zum Abschied schenkten wir 2 bayerische Halstücher und eine Karte für Thanda her. Zuerst fuhren wir zur Midlands Mall, wo wir in einen Sprinter umstiegen um erst ins Zimele Office und dann zu den AmaSwati zu fahren. Auf der zweistündigen Fahrt veränderte sich die Landschaft deutlich, weil wir in die Drakensberge fuhren. Das letzte Stück ging wie immer durch unbefestigte Wege mit riesigen Schlaglöchern, aber wir sind inzwischen Schlimmeres gewohnt (; Dort angekommen wurde uns erst einmal wieder gutes Essen aufgetischt. Wenn wir wieder nach Deutschland kommen werden wir wahrscheinlich erst einmal unsere Tische und Stühle wegräumen, am besten Messer und Gabel auch, weil wir hier nur am Boden essen und ausschließlich mit Löffeln. Aber an unsere Heimfahrt will hier zurzeit wirklich keiner denken.

Nach dem Essen zeigten uns die Ladys, wie sie ihre Perlenarbeit machen, wobei wir feststellen mussten, dass man dazu sehr gute Augen und viel, viel Geduld braucht. Außerdem sahen wir zum ersten Mal eine Zulu-Frau mit Brille. Jetzt war Wandern und Wasserholen angesagt. Nach einer schlaglochreichen Fahrt im überfüllten Sprinter führten drei Frauen der AmaSwati uns zu ihrer Wasserstelle. Dort oben war die Aussicht einfach traumhaft, nicht so wie in den Alpen, sondern um einiges eindrucksvoller, grüner und schöner. Dann wurden wir zu einer Stelle geführt, an der wir Wandmalereien betrachten konnten. An einer Quelle blieben wir eine Weile und genossen die Aussicht. Dort sollte das Wasser eher nicht getrunken werden, aber das wusste Mister Jürgen natürlich nicht ;P

Beim Abstieg wurde uns wie so oft wieder bewusst, dass wir uns alle unglaublich wohl hier in Südafrika fühlen. Vor dem Auto tanzten einige Kinder den traditionellen Zulutanz für uns, den wir inzwischen schon gut kennen und auch teilweise beherrschen. Zurück bei den AmaSwati zogen uns die Kinder sofort in ihren Bann und wir spielten mit ihnen Ball und zeigten ihnen einige einfache Spiele, wie Butter-Butter- Stampfer. Ich (Annika) stellte fest, dass ein kleines Mädchen Angst vor uns hatte, weil wir weiße Haut haben. Allerdings verlor sie schnell ihre Scheu, als wir uns ein wenig mit ihr beschäftigten. Nach dem Abendessen bei Kerzenschein sangen und tanzten wir mit den Ladys. Unglaublich, jeder hier kann so gut tanzen und singen !! Wie immer waren wir beeindruckt und hatten viel Spaß. Wir erzählten uns Geschichten und machten Rätsel. Nachdem die Schlafplätze verteilt waren (Huber Max im Auto, wegen Allergie), fing es an zu Gewittern, dummerweise genau da, wo wir Zähne putzten, also wurden wir nass. Das hielt die Jungs aber nicht davon ab XO (Xolani, Mitarbeiter von Zimele und unser „Mädchen“ für alles) umzuwerfen und eine großen „Sauhaufen“ zu kreieren. Die Nacht war echt lustig, allerdings freuten wir uns auch schon riesig auf unsere Dusche morgen im Backpacker, weil wir alle stinken ;P Auch unglaublich, was für Sachen hier alles ans Licht kommen, ein Beispiel dafür ist, dass die Hälfte unserer Jungs sich nicht die Fingernägel (teilweise nur die rechte Seite) schneiden können, also mussten wir ran :D

Außerdem führen wir eine Strichliste für peinliche Sachen, die uns passieren… Sie wird immer länger…

Autorin: Annika

-- Tag 3 --

Am Mittwoch, den 02. Maerz 2011 sind wir um halb 8 aufgestanden, um rechtzeitig zur Bank in der Scottsville Mall zu kommen. Dort tauschten wir unser Geld von Euro in Südafrikanische Rand um, was sich schwieriger als zunächst gedacht herausstellte. So warteten wir eine dreiviertel Stunde, da die Bankangestellte unbedingt jeden einzelnen Euroschein kopieren wollte. Als wir unser umgetauschtes Geld schließlich in den Händen hielten, machten wir uns auf den Weg zu Nomkosi Gwala, Cindy und Se – Ladies vom Sinothando Cluster die uns einen Einblick in ihr Projekt zur Behandlung und Betreuung von AIDS - Patienten gaben. Danach gaben sie uns die Möglichkeit eine von ihren zehn Patienten zu besuchen und uns mit ihr zu unterhalten. Als wir die vollkommen abgemagerte Frau mit ihren offenen Händen und Füßen sahen, wurde uns allen klar, wir schwer es für sie sein musste den ganzen Tag alleine im Bett zu liegen. Dennoch waren wir alle von ihrer Fröhlichkeit und ihrer Offenheit beeindruckt. Viele von uns waren zu Tränen gerührt und ließen ihren Emotionen anschließend freien Lauf. Um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten machten wir einen kleinen Spaziergang zu MaZuma. Dort stärkten wir uns mit liebevoll zubereiteten Sandwiches, sodass unsere Jungs für das danach angesetzte Fußballspiel gegen die Swayimane High School gewappnet waren – Swayimane gegen Germany! Als wir an der High School ankamen wurden wir vom Direktor freundlich begrüßt und handelten die beiden Teams für das anstehende Spiel aus. Vier südafrikanische Schüler traten der 'Deutschen Nationalmannschaft' bei. Bevor die Jungs loslegten, bekamen wir noch eine beeindruckende Darbietung ihrer traditionellen Zulu-Tänze. Durch die kräftige Unterstützung mit Fangesängen von uns Mädchen und den südafrikanischen Schülern wurde unsere deutsche Mannschaft schließlich bis ins Elfmeterschießen geführt. Der entscheidende Elfmeterschuss wurde von Tevfik versenkt und brachte uns einen unerwarteten Sieg von 3:1. Nachdem wir ausgelassen gefeiert hatten und auch die Südafrikaner unsere Freude teilten, schenkten wir ihnen einen FC Bayern Ball (griesgrämig hingenommen von dem überzeugten Nürnberg Club Fan Mister Jürgen) mit all unseren Unterschriften. Anschließend machten wir uns ein zweites Mal auf den Weg zu MaZuma, wo am Abend auch der 'Cultural Evening' stattfinden sollte. Zunächst aber ruhten wir uns alle von dem anstrengenden Fußballspiel aus und genossen die Sonne. Als wir uns erholt hatten fingen wir Mädchen unter der Leitung von 'Küchenchef' Sebastian an, die Vorbereitungen für den Abend zu treffen. Wir bereiteten typisch deutsche/bayrische Gerichte zu, welche da waren: Leberkäse mit Spiegelei, Nudelsalat, Semmel- und Kartoffelknödel mit Schweinebratensoße, Weißwürste mit süßem Senf, Bratwurstgehäck, Kartoffelgratin und den leckeren Desserts Kaiserschmarrn, Muffins und Schokolade. Auch die Ladies aus der Community machten sich große Mühe, um auch uns ein großartiges südafrikanisches Essen zuzubereiten, d.h. Chicken, Spinat und selbstgebackenes Brot (Jeqe). Nachdem wir uns alle die Mahlzeiten schmecken gelassen hatten, stand ein wundervoller Gospelchor auf dem Programm, der uns allen Gänsehaut verschaffte. So zeigten sogar unsere 'harten' Jungs ihren weichen Kern. Danach tauschten wir uns gegenseitig über die traditionelle Gewohnheiten aus, wozu auch die Vorführungen unser Tänze gehörten, wie z.B. das rote Pferd und das Fliegerlied (: In großartiger Feierlaune verbrachten wir den Abend. Geprägt von tollen Eindrücken vom Abend suchten wir unsere Schlafplätze auf, die bei Thanda und ihrer Schwester waren. Da sich alle wirklich sehr lieb um uns kümmerten, konnten wir in der ungewohnten Umgebung ruhig einschlafen. So endete ein Tag voller großer Gegensätze, da wir sogleich Leid und Freude mit den Menschen teilen konnten.

P.S.: Viele Gruesse an Nussi von Tevfik ;)

Autorinnen: Jasmin,Kirsten und Maria

-- Tag 2 -- Wir gehen wieder zur Schule!

Am Dienstag den 1.März ging es ganz früh los. Bereits um 6:00 Uhr mussten wir aufstehen und uns fertig machen für das nächste Abenteuer.
Als erstes besuchten wir eine Primary School (Grundschule) namens Ntintisa. Dort wurden wir feierlich vom Direktor Zondi, dem Lehrerkollegium und den Schülern empfangen. Zuerst haben sie ein Gebet in der Gruppe gesprochen, gefolgt vom gemeimsamen Vortragen der Nationalhymne.
Danach führte eine Gruppe von Schülern einen traditionellen Hochzeitstanz auf, der, wie wir finden, bühnenreif war. Ihr gesangliches Talent löste Gänsehaut aus. Nachher gingen die Schüler in ihre Klassen zurück und wir konnten uns in Gruppen ihnen anschliessen und den Unterricht besuchen.

Das Lehrer/Schüler Verhältnis kam uns strenger vor, als wir es von Deutschland gewohnt sind. Jedoch gehen beide mit sehr viel Freundlichkeit und Respekt miteinander um.
Nach dem Unterricht war Pause und es fand ein kultureller Austausch zwischen uns und den Schülern statt, bei dem wir bayerisches Kulturgut wie eine `Goissl` vorführten - auch ein Zulu-Schüler versuchte sich mit Erfolg an der `Goissl`. Auch haben wir verschiedene Bilder mitgebracht, die unsere Heimat und unsere Freunde zeigen, und damit erklärten wir den Schülern unsere Heimat. Wir hatten sehr viel Spass mit den Schülern und lernten auch einige etwas näher kennen, da sie Englisch sprachen. Ein Mädchen namens Amanda erzählte uns mit Aufgeschlossenheit ihre Pläne für die Zukunft und zeigte grosses Interesse an unserm Leben und unserer Heimat. Dadurch ist sie uns besonders ans Herz gewachsen und sie wollte auch schon fast mit uns mitfahren :). Wir hätten auch am liebsten ein paar von ihnen mitgenommen.

In der 2ten Primary School wurde auch für uns gesungen. Die jungen Schüler liessen sich leicht durch kleine Zaubertricks beeindrucken, wodurch wir uns bei ihnen sehr schnell beliebt machten. So stand um jeden von uns eine Gruppe von Schülern, die begeistert unserem Spiel zusahen und sich auch rege beteiligten.
Auch hier fanden sich einige besondere Kinder, die wir aufgrund ihres süssen Aussehens gleich ins Herz schlossen. Ein Beispiel hierfür war Andile, der unsere Steinspiele kopierte und uns damit mit sehr viel Freude veräppelte. Leider war die Verständigung sehr schwer,da sie kein Englisch sprachen (zu jung). Der Principal freute sich auch wieder sehr über unseren Besuch und zeigte mit seinem Humor die afrikanische Lebensfreude.

Unser nächster Halt war der Siyazama-Creche - eine Art Kindergarten,der von Zimele unterstüzt wird, bei dem wir 1-5 jährige Kinder besucht haben. Dort war eine Lehrerin fuer etwa 25 Kinder zuständig. Nachdem wir eine kurze Einführung erhielten, wie der Kindergarten entstand, besuchten wir die kleinen Kinder und übergaben ihnen unsere Geschenke, wie Spielzeugautos und Plüschtiere. Wir waren von den Kindern überwaeltigt. Nach dem Kindergartenbesuch war es Mittag und damit Zeit für Lunch. Wir wurden feierlich von Hlengiwe und der Selbsthilfegruppe Tokuzile empfangen, die uns ein märchenhaftes Dinner bereiteten. Die Dekoration glich einer bayerischen Hochzeit und übertraf diese zugleich, allerdings mit afrikanischem Flair. Das Essen bestand aus mehreren Gängen, die allesamt delikat unseren Gaumen schmeichelten.;)

Danach erhielten wir einen Einblick in die Strukturen der Arbeit innerhalb der Selbsthilfegruppe (SHG) und wie sie ihre Finanzen organisieren. Die SHG beschäftigt sich neben der Tätigkeit als Cateringservice als Craftworker, d.h. sie verkaufen selbstgemacht Handtaschen, Gürtel und vieles mehr.

Nach einer kurzen Pause inklusive Plumpsklo ging es sofort weiter in den Nachmittag, an dem wir uns zwei von Zimele unterstützte OVC-households anschauten. OVC ist die englische Abkürzung für Orphan and Vulnerable Children,d.h. dass die Haushalte von Kindern, die entweder nur mit ihren Grosseltern leben oder ganz auf sich allein gestellt sind, geführt werden. Die erste Station der OVC's war eine ältere Frau, die mit ihren 7 Enkeln alleine in ziemlich heruntergekommenen Hütten wohnte und für viele ihrer Enkel die Schuluniform nicht bezahlen konnte.
Zitat:` Ich finde es herzzerbrechend, in einer Hütte zu wohnen, die ich nicht einmal mit einer richtigen Tür verschliessen kann!`
Nach einer kurzen Unterhaltung mit der Frau und sechs ihrer Enkel, traf der älteste ihrer Enkel, Khehla (19), zu uns, der die nahegelegene Highschool besucht. Entschlossen, einmal ein besseres Leben zu führen, versucht er, ein Stipendium zu erreichen. Damit möchte er das Studium fuer seinen Traumberuf `Accountant` (Buchhalter, Steuerberater) finanzieren, da er die 2000 Euro dafuer sonst nicht aufbringen kann. Um seinen grossen Fleiss zu belohnen und dies auch mit einem der größten Hobbys südafrikanischer Jungen zu vereinen, übergaben wir ihm ein Fussball-Deutschlandtrikot, über das er sich sehr freute und sich recht herzlich bei uns bedankte.

Die letzte Station unserer heutigen Tour war das Haus der 18-jährigen Tokuhle, die wie die Familie von Khehla von MaZumas SHG fuer OVC unterstützt wird. Nach der Übergabe der Nahrungsmittel/Geschenke erfuhren wir von ihr, dass sie mit ihrer 26 Jahre alten Schwester zusammenwohnt und schon mit 15 Jahren ihr erstes Kind bekam. Dieses Schicksal traf uns alle sehr. In den OVC sahen wir das erste Mal die dunkle und sehr arme Seite Südafrikas.
Von den Erlebnissen gekennzeichnet kehrten wir zu unserem Backpacker zurück.

In den nächsten zwei Tagen wird kein Update erscheinen, da wir in zwei Communities (Dorfgemeinschaften) schlafen, die keinen Internetzugang haben. Wir melden uns am Freitag wieder! Bis dahin Salani kahle!

Autoren: Thomas&Lukas

28.02.2011

-- Tag 1 -- Erste Eindrücke

Nach einer langen, anstrengenden Reise sind wir gestern Abend endlich in Südafrika angekommen. Nachdem wir uns am Samstag alle in Nürnberg versammelt haben, ging es erst mal mit dem ICE nach Frankfurt zum Flughafen, von da aus dann nach Dubai. Dort hatten wir einen 5-stündigen Aufenthalt im Flughafen, der wirklich riesig ist, allerdings haben die meisten von uns nur wenig vom Flughafen gesehen, weil wir alle zu müde waren, um uns das gigantische Gebäude anzusehen. Schließlich mussten wir noch mal 8 Stunden fliegen bis wir endlich in Durban angekommen waren, wo uns Johanna vom Flughafen abholte.

Dort lernten wir auch gleich Petrus Senior und Junior, unseren Fahrer für die nächste Woche, kennen, der uns nach Pietermaritzburg zu unserem Bagpacker brachte. Auf der Fahrt dorthin konnten wir alle ersten Eindrücke von Südafrika sammeln.

Wir fuhren durch das "Valley of the 1000 Hills", und waren alle beeindruckt von der schönen Landschaft dort. Alles ist grün und bewachsen. Aber wir haben auch schon einen ersten Eindruck davon bekommen, dass Südafrika wirklich ein 'Land of Contrasts' ist. Wir sind an einer riesigen Shopping Mall vorbeigefahren, die bekannt ist als die grösste in der Südlichen Hemisphäre und konnten daneben die Hütten der Slums sehen.

Als wir in Pietermaritzburg angekommen waren, wollten wir natürlich alle erst mal duschen, außerdem haben wir gemeinsam Couscous mit Gemüse und Fleischbällchen gekocht. Aber danach sind wir alle in unsere Betten gegangen, weil wir ziemlich kaputt von der Reise waren.

Heute Morgen um 9.00 Uhr wurden wir dann nach einem kurzen Frühstück wieder von Petrus und Xolani abgeholt. Als erstes besuchten wir eine Frau namens Hlengiwe. Sie ist eine der Frauen aus dem Zimele Selbsthilfe Programm, sie erklärte uns, dass sie quasi als Lehrerin arbeitet und anderen Frauen Nähen beibringt. Wir durften ihre Hütte anschauen, in der sich regelmäßig eine Gruppe von Frauen trifft, um Näharbeiten anzufertigen.

Danach ging’s weiter zum stellvertretenden Chief der Region, dem so genannten Nduna. Unser Besuch dort war sowohl für uns als auch für ihn eine große Ehre, denn hier interessiert sich eigentlich nie ein Weißer für das Leben der Zulu-Leute. Bevor wir in sein Dorf eintreten durften, mussten wir vorm Tor stehen bleiben und um Einlass bitten. Wir hatten schon Angst, dass wir nicht willkommen sind, weil wir eine ganze Zeit lang draußen warten mussten, doch dann stellte sich heraus, dass die Frauen zuerst noch Vorbereitung treffen wollten, bevor wir in ihre Häuser gehen durften.
Wie uns zuvor erklärt wurde, mussten die Jungs beim Eintreten ins Haus auf der rechten Seite gehen und durften sich auf die Sessel setzen. Wir Mädchen mussten auf die linke Seite gehen und wir mussten im Gegensatz zu den Jungs in gebückter Haltung und mit gesenktem Kopf gehen, um dem Nduna unsere Unterwürfigkeit zu zeigen, außerdem mussten wir auf dem Boden sitzen.
Wie wir merkten wird beim Nduna sehr viel Wert auf Tradition gelegt. Als wir uns alle hingesetzt hatten, wurden wir zuerst vom Nduna begrüßt und unsere anfänglichen Bedenken nicht willkommen zu sein lösten sich bald in Luft auf, denn der Nduna sagte uns wie sehr er sich freut, dass wir alle hier bei ihm sind.
Wir erzählten ihm den Grund unserer Reise und überreichten ihm die Geschenke die wir mitgebracht hatten, eine bayerische Flagge und einen Bierkrug. Der Nduna sprach ein Gebet mit uns zusammen und segnete die Geschenke. Danach zeigten wir ihm die Bilder von Deutschland, die wir mitgebracht haben, er war sehr interessiert wie unser Leben aussieht.
Zum Schluss durften wir ihm alle Fragen stellen, die er gerne beantwortete. Wir wollten alles über die Arbeit als Chief wissen, weil wir uns nicht viel darunter vorstellen konnten. Zum Schluss bekamen wir noch traditionelles Essen, das aus Bohnen und Kürbisbrei bestand. Dort lernten wir auch Thanda kennen, die wir die nächsten Tage noch öfter treffen werden, ebenso wie MaZuma, das Oberhaupt einer Zimele Gruppe und Organisationstalent.

Gegen Mittag ging unsere Fahrt durchs Valley weiter. Auf den Strassen sahen wir die Kinder, die auf dem Weg zur Schule waren. Hier nehmen die Kinder einen Fußweg von mehreren Stunden auf sich, um zur Schule zu kommen. Unser Ziel war das Haus einer Frau, die Perlenarbeiten herstellt. Sie zeigte uns einige ihrer Arbeiten und wir kauften alle einen Stift, der mit Perlen verziert war für 2 Euro. Wir fanden es schön zu wissen, dass wir nicht einfach irgendetwas kauften, sondern dass wir die Frau kennen lernen durften, die diese Dinge mit selbst gemacht hat und damit ihr Einkommen verdient. Außerdem sahen wir bei ihr ein traditionelles Zulu Krieger Gewand.

Der letzte Programmpunkt für heute war ein Besuch bei einigen Zulu Frauen, die uns Essen servierten, von dem wir alle begeistert waren. Es gab Hähnchen mit verschiedenem Gemüse und Brei. Was uns sehr beeindruckte und berührte und was hier sehr anders ist als bei uns zu Hause ist die Herzlichkeit der Menschen. Die Frauen kamen sofort zu uns, umarmten uns und machten alles Mögliche damit wir uns bei ihnen wohl fühlten. Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg nach Scottsville, so heißt das Viertel in Pietermaritzburg, in dem unser Backpacker ist.

Wir machten noch einen Stopp in der Shoppingmall, um für Abendessen und Frühstück einzukaufen. Zurück im Backpacker hüpften die Jungs erst mal in den Pool. Jetzt machen wir uns noch einen gemütlichen Abend und verarbeiten erst mal die ganzen neuen Dinge, die wir heute erlebt haben.

Autorin: Marina

27.02.2011

Willkommen in Südafrika

Die ersten Nachrichten haben uns erreicht: Alle Schüler sind gut gelandet, haben eine lange Reise hinter sich und freuen sich nun auf die nächsten zwei Wochen. Bevor es so richtig los geht, gibt es heute kurz Zeit um erst einmal anzukommen, die neue, aufregende Umgebung kennenzulernen und sich zu orientieren. Die Gruppe übernachtet heute in einem Backpacker in Pietermaritzburg und konnte bereits Erfahrungen mit dem dortigen Pool machen und wird bereits Morgen dem Chief von Swayimane vorgestellt.
Wir hoffen bald die ersten Berichte von den Teilnehmern selbst hier veröffentlichen zu können und wünschen der Gruppe, dass sich alle schnell eingewöhnen und von den Gastgebern in Südafrika herzlich willkommen geheißen werden.

25.02.2011

Countdown

Also morgen geht's auf in den Flieger nach Südafrika!!! Wir freuen uns schon so riesig und sind auch schon ziemlich aufgeregt, gespannt, nervös, ... Wir fiebern eigentlich nur noch auf den Abflug hin und sind fleißig mit unseren Vorbereitungen beschäftigt. (: Wir hatten am vergangenen Donnerstag noch ein Interview mit Frau Pfaller vom Bayerischen Rundfunk, die uns zu Vezuthando und unsere bevorstehenden Reise befragt. Wenn wir wieder daheim sind wird sie uns noch mal besuchen uns interviewen.
Weitere Spender, die sich bereit erklärt haben unser Projekt finanziell zu unterstützen sind die Landjugend Euerwang (Glühweinverkauf), Trend Store Shop, Willibald GWCK- Gymnasium, Jugendvesper Plankstetten. Nochmals DANKE!! Wir haben einen großen Geldbetrag sammeln können, ca 4500€.
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass am Samstag (Abflugtag) keine Züge streiken, sonst können wir nicht wie geplant nach Frankfurt mit dem ICE fahren, sondern müssen uns was anderes überlegen. Gut, dann würde ich mal sagen, wir schreiben erst wieder, wenn wir im warmen Afrika sind!! (:

26.02.2011

Startschuss für Build & Ride Südafrika

Am heutigen späten Samstagabend macht sich die Schülergruppe vom Gymnasium in Beilngries auf um von Deutschland aus über Dubai an die Ostküste Südafrikas nach Durban zu fliegen. Dort angekommen werden sie von der Projektleiterin Johanna in Empfang genommen und in den ca. 80 km Entfernten Backpacker nach Pietermaritzburg, der Landeshauptstadt KwaZulu Natal’s, gebracht.
Bereits zum vierten Mal entsendet Vezuthando e.V. eine Build & Ride Gruppe ins südliche Afrika. Zum zweiten Mal geht es dabei nach Südafrika und wird dort gemeinsam mit unserem Projektpartner Zimele einen intensiven Einblick in das Leben der Menschen vor Ort bekommen. Im Vordergrund des Projekts steht wie immer der interkulturelle Austausch.

Vezuthando e.V. wünscht allen Teilnehmern einen unvergesslichen Aufenthalt, viele neue Erfahrungen, sowie Eindrücke und Erlebnisse. Wie bei jedem Build & Ride Projekt wird die Gruppe ein Online-Tagebuch führen welches hier gelesen werden kann.

Wenn Du Interesse an der Organisation eines unserer Build & Ride Projekte hast, aufgeschlossen bist und über gute organisatorische Fähigkeiten verfügst, dann melde Dich bei uns unter mc-info-prt1(at)impl-vezuthando-rbdp-(dot)-radp-de